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      Der wachsende Einsatz digitaler Technologien prägt zunehmend Geschäftsprozesse, wodurch auch maßgeschneiderte Softwarelösungen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Unternehmen erkennen die strategische Relevanz sowohl von Künstlicher Intelligenz als auch Low-Code-Plattformen für ihr Wachstum. Letztere ermöglichen auch Nicht-Entwickler:innen die Erstellung komplexer digitaler Anwendungen. So lassen sich Abhängigkeiten von IT-Spezialist:innen reduzieren und Entwicklungsprozesse beschleunigen.

      Nutzung und Rolle von Low-Code-Technologien

      KPMG International hat mit seinem EMA Advisory Technology Hub die Studie „Accelerating Digital Transformation with AI and Low-Code” durchgeführt, in der die Nutzung und Rolle von Low-Code-Technologien bei der digitalen Transformation innerhalb von Unternehmen untersucht wurde. Die Studie knüpft an den jährlichen globalen KPMG Bericht zur Einführung von Low-Code an.

      Low-Code-Plattformen als Schlüsselkomponente von Software-Strategien

      Insgesamt wurden 2.170 Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Ländern befragt. Die Ergebnisse verdeutlichen die wachsende Relevanz von Low-Code für die Wettbewerbsfähigkeit bzw. den Geschäftserfolg von Unternehmen. 37 Prozent der Unternehmen haben Low-Code mittlerweile als Schlüsselkomponente in ihrer Software-Strategie integriert. Als Hauptvorteil von Low-Code nennen 64 Prozent der Befragten die Effizienzsteigerung und 62 Prozent die Produktivitätssteigerung. Gegenüber 31 Prozent im Jahr 2022 sehen aktuell 44 Prozent in der Low-Code-Entwicklung eine strategische Bedeutung für ihr Unternehmen.

      Was die Handhabung betrifft, hat für 85 Prozent der Befragten Sicherheit die oberste Priorität, gefolgt von einfacher Integration (84 Prozent) sowie Backend-Integration und API-Management (83 Prozent). 39 Prozent haben bereits Governance-Richtlinien für Low-Code etabliert. Um den Erfolg von Low-Code zu bewerten, nutzen 47 Prozent KPIs wie Benutzerzufriedenheit, Budgeteinhaltung und Entwicklungszeitpläne.

      Verzahnung von Low-Code und KI

      28 Prozent der Unternehmen nutzen Low-Code mittlerweile in großem Umfang, um komplexe Anwendungen mit integrierten KI-Funktionen zu entwickeln. Umgekehrt beeinflusst KI auch die Weiterentwicklung von Low-Code: 33 Prozent betrachten KI als äußerst relevant für Low-Code-Plattformen. 78 Prozent entwickeln derzeit aktiv Low-Code-Anwendungen mithilfe von KI oder planen dies für das nächste Jahr. 59 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass KI bei der Entwicklung von Low-Code-Anwendungen für mehr Effizienz, Geschwindigkeit und Agilität sorgt. Diese Ergebnisse unterstreichen die Rolle von Low-Code als KI-Enabler.

      Low-Code zentral für Digitalisierung

      Mit Blick auf die Zukunft wird erwartet, dass Low-Code-Plattformen eine zunehmend zentrale Rolle in Digitalisierungsstrategien spielen werden, insbesondere in großen Unternehmen. Zu den künftigen Entwicklungen könnten beispielsweise ausgefeiltere KI-gesteuerte Automatisierungstools wie die Orchestrierung von KI-Agenten und das Vorantreiben der anstehenden Applikationsmodernisierungen gehören. Um die digitale Transformation weiter voranzutreiben, gilt es für Unternehmen, den Einsatz von Low-Code-Plattformen zu intensivieren und deren Potenzial zur Steigerung der Agilität und Effizienz zu nutzen.

      Klaus Schatz

      Partner, Advisory Head of Technology Consulting, Linz

      KPMG Austria

      Michael Ginner

      Director, Advisory / Tech Advisory, Wien

      KPMG Austria


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